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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spur einstellen



Planchi
07.04.2004, 08:35
Hi Leute,

habe mich gestern nach der Winterpause mal wieder daran gegeben die Spur einzustellen.

Lt. meinem schlauen Buch ist für die Vorderachse 0+/-2 mm vorgesehen. Also von 2 mm Vor- bis 2 mm Nachspur ist theoretisch alles möglich.

Für hinten steht 2-6 mm. Hier ist doch sicher Vorspur gemeint oder???

Womit habt ihr die besten Erfahrungen gemacht?

Danke und Grüße

Lars

Fiat127
07.04.2004, 09:02
Hinten ist natürlich Vorspur gemeint. Bei den breiten Gummies würde ich ans Maximum gehen - Du hast den Trapezlenker ja in Gummi gelagtert (soweit ich mich erinnere). Der höhere Rollwiderstand "biegt" das schon gerade.

Vorne fahren wir mit den 127ern (und ich auch bei meinem Ritmo) 4 mm Nachspur.

Aber auch das variiert mit den verbauten Komponenten. Ich habe jetzt z.B. festgestellt, daß 4mm bei meinem 127 schon zu viel sind. Dort habe ich die Kunststoffteile aus einem Slalomauto am Querlenker eingebaut und festgestellt, daß der Wagen zwar gut am Boden klebt, die Innenkanten aber zu warm werden. Also muß ich jetzt so lange nach Gefühl nachstellen, bis es gut ist und dann mal messen.

Mit dieser warm/kalt-Methode habe ich übrigens mal die Spur an meinem 5er BMW eingestellt und bin dann zum vermessen gefahren. Alles im grünen Bereich gewesen, das Geld hätte ich mir sparen können.

zippo
07.04.2004, 14:31
der ansatz von markus ist der richtige,sieh mal ins tunig
gruss zippo http://images.rapidforum.com/images/i23.gif" border="0

Fiat127
07.04.2004, 20:33
Na, da habe ich ja Glück gehabt - wenn Du mich gemeint hast, denn Markus ist "13,5 Jahre alt und hat noch nicht so viel Ahnung" (was natürlich völlig ok ist!).

Der Marcus ist etwas älter. http://images.rapidforum.com/images/i25.gif" border="0

zippo
08.04.2004, 08:34
uppsss!!!!!! http://images.rapidforum.com/images/i21.gif" border="0
sorry meinte natürlich dich marcus :D
asche auf mein haupt!

Planchi
11.04.2004, 22:13
Hallo Marcus,

kannst du bitte kurz erklären, in welche Richtung man die Spur einstellen sollte, wenn der Reifen außen bzw. innen sich stärker erwärmt.

Hab jetzt vorne ca. 1,6 mm Nachspur und die Reifen werden auf beiden Seiten außen stärker warm als innen.

Danke und Grüße

Lars

Fiat127
12.04.2004, 17:02
Hallo Lars

Erstmal vorneweg: Ich habe eben Deine ersten Fahreindrücke mit dem frisch gemachten Auto auf a112.de gelesen. Gerade das negative kam mir alles sehr bekannt vor. Ich bin also nicht alleine. Gut!

Zur Spur: Wo hast Du gemessen? Wie im WHB gezeigt? Abstand der beiden vorderen Felgenhörner in Differenz zu den beiden hinteren? Wie ist Dein Sturz (jetzt nicht auf die Winkelminute genau - ist er sicher negativ?)

Wenn er auf jeden Fall nicht positiv ist (erinnere Dich an die ersten Bilder vom Upprcalypses Auto!), dann sollten die Räder vorne weiter auseinander gedreht werden. Die Spurstangen werden dazu weiter in die Spurstangenköpfe gedreht, also rechtsrum. Die Lenkung muß sich insgesamt verkürzen.

Hätte ich früher geantwortet, hättest Du heute noch schrauben können - ´Tschuldigung!

Planchi
13.04.2004, 07:16
Hi Marcus,

also gemessen hab ich so wie Du schreibst:

Abstand der beiden vorderen Felgenhörner in Differenz zu den beiden hinteren. (wobei es dort bestimmt auch aufgrund von unterschiedlich dicken Lackschichten und leichter Unwucht bei den alten CD-30 zu nicht kalkulierbaren Abweichungen kommen kann)

Sturz sollte eigentlich negativ sein, da ich seit der letzten Einstellung beim Reifendienst den nicht verändert habe (oder unbewusst vielleicht doch???)
Muss ich mal nachmessen.

Aber zurück zu meiner Frage:
Angenommen ich habe negativen Sturz an der Vorderachse sowie ca. 1,6 mm Nachspur, und meine Reifen werden außen wärmer als innen, wie muss ich die Spur verstellen, dass sich der Reifen gleichmäßig erwärmt?

Grüße

Lars

Fiat127
13.04.2004, 20:55
Reindrehen, also die Lenkung verkürzen.

HD
18.04.2004, 10:20
hallo planchi

bei der spur redet man ausschlisslich von vorspur , entweder +positive oder -negative vorspur. http://images.rapidforum.com/images/i15.gif" border="0
positive vorspur an der vorderachse haben haupsächlich heckangetriebene autos zb.:131,132,124.
negative vorspur an der vorderachse haben hauptsächlich frontangetriebene autos zb.:127,128,ritmo,uno und auch A112.
das heist , in fartrichtung gesehen , müssen die vorderräder vorne einen grösseren abstand haben als hinten.
meinem A112 habe ich vorne -2mm vorspur gegeben ,hinten +3mm vorspur.
(je härter die aufhängung ist desto näher bei +/-0mm sollte die vorspur liegen)

gruss aus der werkstat HD

SchwarzeFinger
18.04.2004, 14:35
Hallo HD !
Schau doch mal auf den Link, den Marcus eingestellt hat. Der von MICHELIN. Da kann man deutlich erkennen das die "negative Vorspur" ganz einfach Nachspur ist.
Gruß SchwarzeFinger

Fiat127
26.04.2004, 15:53
Wie isses jetzt eigentlich ausgegangen?

zippo
28.04.2004, 09:38
da nicht weiter gepostet wurde nehm ich an das ding von planchi läuft nun geradeaus http://images.rapidforum.com/images/i15.gif" border="0
gruss zippo 8)

131 Norman
28.04.2004, 09:48
Oder Gegen die Wand??? http://images.rapidforum.com/images/i15.gif" border="0

Mitte
28.04.2004, 18:33
Hi,
ich habe zwar am We nicht an Lars' Reifen gefasst um festzustellen wo sie wie warm sind, aber er macht jetzt jedenfalls keine 4 Spuren mehr im Schnee! http://images.rapidforum.com/images/i15.gif" border="0

Oliver

Abarthracing
28.04.2004, 19:02
War in Düsseldorf kein Schnee mehr? http://images.rapidforum.com/images/i15.gif" border="0 *g*

Planchi
07.05.2004, 12:48
sorry, habe länger nicht ins Forum geschaut ... schäm.

Wie Oliver schon geschrieben hat, er läuft jetzt richtig schön gerade aus und macht auch sonst keine zicken.

Die vorderen Reifen werden aber außen immer noch wärmer als innen. Leider hab ich im Moment nicht die Zeit und Lust, die Spur nochmals zu verändern.

Werde mich aber wieder melden wenns soweit ist.

Grüße

Lars

Fiat127
07.05.2004, 15:59
Wenn er geradeausfährt, die Reifen sich gleichmäßig abfahren und das Gerät trotzdem gut am Boden bappt ist doch alles gut.

Hab´ Spaß!

Planchi
18.08.2005, 10:34
Hi Fahrwerksspezis,

Nach langer Zeit kümmere ich mich mal wieder um meine Fahrwerkseinstellungen, nach dem mir einige beim OGP hinter mir fahrende 112er merkwürdige Eindrücke berichteten.

Gibt es irgendwo im Netz eine umfassende Beschreibung / Anleitung wie beim Einstellen von Spur, Sturz und Nachlauf vorzugehen ist und wie sich das Fahrverhalten (theoretisch) ändert, nachdem man eine Größe verstellt hat?

Meine Fragen wären z.B.:
In welcher Reihenfolge stelle ich was ein? Nachlauf zu erst, dann Sturz und zuletzt Spur mit anschließender Kontrolle und Nachjustage da die Größen ja wechselseitige Veränderungen mit sich bringen.

Soweit ich weiß sollte bei negativem Sturz an der Vorderachse die Spur so eingestellt werden, dass sich der Reifen gleichmäßig erwärmt.
Ist er nur außen warm ==> mehr Richtung Nachspur
Ist er nur innen warm ==> mehr Richtung Vorspur
Aber wir verhält sich das an der Hinterachse? Da hab ich relativ viel Sturz (2-3 Grad, bedingt durch mangelnde Platzverhältnisse im Radhaus) und die Reifen werden dadurch innen wärmer. Theoretisch müsste ich doch dann sehr viel Vorspur fahren um den Reifen auch außen zu erwärmen, oder???

Zu guter letzt:
Weiß einer wieviel mm Differenz (gemessen als Differenz zwischen beiden Felgenhornen) bei einer 13 Zoll Felge 1 Grad ist? Mit diesem Wissen könnte man den Sturz auch in mm messen bzw. einstellen, weil das in Winkelgraden doch relativ schwierig ist ohne entsprechendes Profimessequipment.

Danke für Tipps und Meinungen

Lars

gereon
18.08.2005, 11:26
Zu guter letzt:
Weiß einer wieviel mm Differenz (gemessen als Differenz zwischen beiden Felgenhornen) bei einer 13 Zoll Felge 1 Grad ist? Mit diesem Wissen könnte man den Sturz auch in mm messen bzw. einstellen, weil das in Winkelgraden doch relativ schwierig ist ohne entsprechendes Profimessequipment.


Den Sturz messen ist relativ einfach mit einer Wasserwaage zu machen. Die professionellen Sturzwaagen arbeiten nach dem gleichen Prinzip. Also Wasserwaage an das Felgenhorn anlegen (eventuell eine Mutter etc. als Abstandshalter benutzen, damit die Wasserwaage nicht am Reifen, sondern am Felgenhorn anliegt, die Wasserwaage genau gerade halten, dann den Abstand zum anderen Felgenhorn messen, eventuell das Mass des Abstandshalters abziehen. Dann hast du das absolute Mass.
Umrechnen mittels Sinus.
Also zum Beispiel: wenn 1° Grad Sturz erwünscht, den Sinus von 1° berechnen (=0,0174..) x Durchmesser des Felgenhornkreises (bei 13" ~ 2,54x13 = 330mm) = 5.76mm am Felgenhorn gemessen. Wenn dus umgedreht rechnen willst, musst du die Formel umstellen und mit arcsin rechnen.

gereon
18.08.2005, 11:34
Nochmal ich:



Meine Fragen wären z.B.:
In welcher Reihenfolge stelle ich was ein? Nachlauf zu erst, dann Sturz und zuletzt Spur mit anschließender Kontrolle und Nachjustage da die Größen ja wechselseitige Veränderungen mit sich bringen.



Richtig



Soweit ich weiß sollte bei negativem Sturz an der Vorderachse die Spur so eingestellt werden, dass sich der Reifen gleichmäßig erwärmt.
Ist er nur außen warm ==> mehr Richtung Nachspur
Ist er nur innen warm ==> mehr Richtung Vorspur
Aber wir verhält sich das an der Hinterachse? Da hab ich relativ viel Sturz (2-3 Grad, bedingt durch mangelnde Platzverhältnisse im Radhaus) und die Reifen werden dadurch innen wärmer. Theoretisch müsste ich doch dann sehr viel Vorspur fahren um den Reifen auch außen zu erwärmen, oder???


Theoretisch ja, aber du kannst bei extremen Sturzwerten nie eine gleichmäßige Abnutzung und Aufheizung des Reifens erreichen, weil das auch extreme Spurwerte mit sich bringen würde. Wenn man extreme Sturzwerte fährt, dann normalerweise um den Grip bei extremer Kurvenfahrt zu erhöhen. Dann wirst du bei entsprechender Fahrtweise auch eine relativ gleichmäßige Aufheitzung des Reifens bemerken. Bei langsamer Fahrweise fährst du aber dann nur auf den Innenflanken und hast dort auch den höheren Verschleiss/Aufheitzung.
Fahr mal mit deinem A112 zügigst über die Nordschleife und messe dann mit einem Thermometer mal die Temperatur direkt nach dem Rausfahren (noch besser unterwegs z.B. an der Ausfahrt Breitscheid). Je nach Fahrweise wirst du dann entsprechende Temperaturunterschiede feststellen.

Planchi
18.08.2005, 12:03
Super Gereon, Danke :D

Habe mir nach deinem Tipp mit der Wasserwage überlegt, dass ich ja auch einen verstellbaren Winkel nehmen kann. Den "eiche" ich dann quasi mit der Wasserwaage auf senkrecht bzw. 0 Grad und stelle ihn dann mittels deiner Rechnung oben auf z.B. 1 Grad ein. So kann ich ihn dann ganz einfach an das Felgenhorn (mit Abstandshalter) anlegen und den Sturz einstellen.

Ich werde berichten, obs geklappt hat. Muss mir allerdings erst noch die einstellbaren Federbeinschrauben besorgen und damit ich nicht von vorne anfangen muss werde ich vorher noch hinten in die Angsten-Dämpfer innen (da Upsidedown-System) Federwegbegrenzer reinmachen.

Grüße

Lars

Planchi
23.08.2005, 11:31
Gibt es eine Möglichkeit den Nachlauf selber zu messen und einzustellen?

Hab übrigens so glaub ich den Sturz hinten mit dem verstellbaren Winkel und der Wasserwagen-Methode ganz gut eingestellt bekommen.

Grüße

Lars

BianchiHeitzer
23.08.2005, 11:35
Hallo Lars,
hinten war es O.K. aber vorne da musst Du noch ein Auge drauf werfen,
da sah es komisch aus.

grüße Sebastian

rthrued
23.08.2005, 12:31
Nachlauf selber zu messen und einzustellen

Ja wenn Du den Einschlagwinkel der Räder und den Sturz messen kannst.
Nachlauf = Sturzänderung bei 20° Einschlag der Räder in beiden Richtungen x 1,5
Das linke Rad zuerst Links, das rechte Rad zuerst rechts einschlagen

Planchi
24.08.2005, 09:08
@ rthrued

Könntest du bitte mal deine Einstellwerte für das Straßenauto und fürs Rennauto hier reinstellen und was du für Erfahrungen damit gemacht hast.

Danke im voraus

Lars

rthrued
25.08.2005, 10:37
Ja, die kann ich mal posten, aber erst bei der nächsten Achsvermessung.

Planchi
01.06.2009, 20:36
Nachlauf selber zu messen und einzustellen

Ja wenn Du den Einschlagwinkel der Räder und den Sturz messen kannst.
Nachlauf = Sturzänderung bei 20° Einschlag der Räder in beiden Richtungen x 1,5
Das linke Rad zuerst Links, das rechte Rad zuerst rechts einschlagen

Jetzt kram ich das alte Thema mal wieder hervor.

Könnte mir jemand (Rainer?) bitte etwas detaillierter erklären, wie ich da genau vorgehen muss. Den Lenkeinschlag mit 20 Grad krieg ich sicherlich irgendwie gemessen und in der Position kann ich auch den Sturz recht zuverlässig ermitteln. Aber was muss ich da wie in Bezug setzen?

Ich könnte mich in den Ar... beißen, dass ich jetzt erst danach frage. Denn ich habe mir die letzten 2 Tage ziemlich viel Arbeit gemacht und sowohl an der HA als auch der VA Spur und Sturz penibel mit Wasserwaage und Schnur eingestellt. Und heute Abend ist mir aufgefallen, dass wohl beim Motorumbau die Unterlegscheiben am Stabi verschwunden sind und damit mein Nachlauf mit Sicherheit nicht stimmt. Dann ist der Rest natürlich auch nichts wert und ich kann von vorne anfangen....

Wäre super, wenn mir da jemand helfen kann. Ich möchte das gerne selber machen.

Planchi
03.06.2009, 22:36
Irgendwie lässt mir das Thema Spur einstellen keine Ruhe.

Bin heute mal ne erste kleine Testrunde gefahren und bin etwas enttäuscht. Im Vergleich zur Fahrwerkseinstellung vorher habe ich in erster Linie die Sturzwerte wieder gleichmäßig eingestellt (hinten ca. 2 Grad, vorne 1,5 Grand negativ), die Spur hinten von 6mm Vorspur auf 2mm Vorspur reduziert und vorne von 8mm! Vorspur auf 2mm Nachspur.

Dass er beim Beschleunigen im ersten und 2. Gang kräftig am Lenkrad zieht hat sich nur leicht verbessert. Beim Bremsen fühlt er sich stabiler an.
Aber in Kurven habe ich nun subjektiv weniger Grip, weil er deutlich über die Vorderräder schiebt, also definitiv mehr Untersteuern.

Was mich wundert ist, dass ich mit der eigentlich abenteuerlichen Spur vorher (vorne 8mm Vorspur, hinten 6mm Vorspur) ein für mein Empfinden neutraleres da deutlich weniger untersteuerndes Kurvenverhalten hatte.

Könnt ihr euch das erklären? Habt ihr auch mal so extreme Werte gefahren?
Was habt ihr so für Erfahrungen mit unterschiedlichen Einstellwerten?

chriss-bellas
04.06.2009, 06:15
so ne extreme vorspur hab ich mal beim slalom gefahren. (nur vorne, hinten geht beim uno nix) sauber in den kurven aber katastrophaler geradeauslauf.

ich vermute dein problem woanders. was wiegt dein neuer motor mehr? hat sich der gewichtsschwerpunkt weiter vor die achse geschoben? weiß dein fahrwerk vom mehrgewicht? hat oli auch solche probleme?

zippo
04.06.2009, 07:59
hy,
jaja....das mysterium fahrwerksgeometrie. :)



Was mich wundert ist, dass ich mit der eigentlich abenteuerlichen Spur vorher (vorne 8mm Vorspur, hinten 6mm Vorspur) ein für mein Empfinden neutraleres da deutlich weniger untersteuerndes Kurvenverhalten hatte.

Könnt ihr euch das erklären?

rein auf die fahrwerksgeometrie bezogen kann ich es,inwieweit sich der schwerpunkt und die achslast durch den umbau verschoben hat wie chriss bereits vermutete vernachlässige ich einmal.

fangen wir an der hinterachse an,diese ist am schnellsten erklärt.
vorspur an der hinterachse sorgt dafür das das heck durch die lastverteilung zum kurveninnenrand "gedrückt" wird.
dadurch wird die radführung an der vorderachse entlastet und man hat somit etwas mehr "grip"
der nachteil ist ein nervöserer geradeauslauf (die hinterachse läuft jeder rille hinterher) und veringerter topspeed sprich leistungsverlust.
ist die spur null oder gar nachspur dreht das heck schneller ein,
das auto wirkt agiler ist aber auch nervöser.
besonders fronttriebler reagieren mit ihrem leichten heck äusserst sensibel auf spurveränderungen an der hinterachse.

nun zur vorderachse,
am deutlichsten wird es wenn man sich ein auto mit voll eingeschlagenen vorderrädern einmal ansieht.
das kurveninnere rad hat einen grösseren einschlagwinkel.
im fahrbetrieb nimmt das kurvenäussere rad die grössten radführungskräfte da das innere rad mangels radlast und grösserem lenkwinkel anfängt zu "radieren" und die haftung verliert.
wird die vorspur vergrössert hat das äussere rad ja bereits einen vorsprung und das innere rad ist im lenkwinkel zurückgenommen.
somit laufen beide räder länger im gleichen winkel und arbeiten damit auch länger synchron und können somit eine höhere seitenführung aufbauen.

setzt man das ganze nun noch in zusammenhang mit radlast und rollzentrum ist es also ganz einfach zu verstehen. :lol:

nein ernsthaft,modifikationen an reifen,fahrwerk und gewicht/achslast
führen dazu das die orginaleinstellwerte nichtmehr passen und höchstens als ausgangswerte gesehen werden sollten.

gruss zippo 8)

AbarthManiac
04.06.2009, 20:33
Habe diese Seite gefunden. Vielleicht ist Sie ja für den Einen oder Anderen
hilfreich :

http://de.lfsmanual.net/wiki/Setup_Guide

Die Grundlagen scheinen zu stimmen, Diese sind auch teilweise auf Seiten für Verbrenner RC-Cars gut beschrieben, da man dort auch alles einstellen kann.

Hinzugefügt nach 21 Minuten:

In diesem Dokument ist die gesuchte Grad/Millimetertabelle für mehrere Radgrößen enthalten :

http://www.wwmotorsport.de/Seminar.pdf

Planchi
04.06.2009, 22:22
http://de.lfsmanual.net/wiki/Setup_Guide

Die Grundlagen scheinen zu stimmen, ...

Hmm, irgendwie kann ich das dort geschriebene nicht so ganz nachvollziehen. Die Auswirkungen auf das Fahrverhalten von Vorspur und Nachspur hab ich anderer Stelle genau andersherum gelesen und selber auch andersherum erfahren. Oder liegt es daran, dass wir Fronttriebler haben und die Angaben sich auf Hecktriebler beziehen?

Danke auch an Zippo für die Ausführungen!
In Bezug auf die Höchstgeschwindigkeit werde ich das auf jeden Fall mal austesten. Mich hat schon immer gewundert, warum mein Auto laut Drehzahlmesser im 5. nicht so weit ausdreht wie manch ein anderer. Weder mit dem 4-Kanal noch mit dem 16V.

@ Chriss
Wir haben leider die Motoren nie wirklich gewogen. Ich vermute keinen großen Gewichtsunterschied, da der Block jetzt auch aus Alu ist. Die Getriebe sind wohl auch gleich schwer. Allerdings könnte es tatsächlich sein, dass etwas mehr Gewicht jetzt vor der Achse und durch den massiveren ZK auch weiter oben sitzt, denn der Motor ist schon ein Stück nach vorne gekippt eingebaut.
Mit Olli habe ich heute telefoniert. Er hat gefühlsmäßig auch mehr untersteuern als zuvor, hat aber bisher auch noch gar keine Spureinstellung machen lassen. Kann also auch daran liegen.

Aber vielleicht ist es ja tatsächlich die Lösung, dass wir aufgrund der anderen Verhältnisse auch mit extremeren Spurwerten fahren müssen.

Am liebsten würde ich über einen Achsvermessungsprüfstand verfügen können, alles selber einstellen und in Fahrversuchen das für meinen Geschmack Optimum finden.

Ich lasse die Einstellung jetzt erstmal so bis ich mir neue Querlenker geleistet habe. Vielleicht probiere ich auch nochmal welche mit Teflonlagerung. Dann werde ich in den sauren Apfel beißen und den Nachlauf einstellen lassen, falls mir nicht doch noch jemand erklärt, wie ich das selber machen kann.
Wenn sich das dann nicht wirklich mit der derzeitigen 2mm Nachspur verbessert dreh ich mir wieder extreme Vorspur rein.

Noch jemand Tipps bzw. ne Meinung dazu?

Grüße
Lars

chriss-bellas
05.06.2009, 05:58
habt ihr gewindefederbeine vorne? das gewicht ist aus eigener umbauerfahrung (turbo Tipo, Turbo Bravo) nicht unerheblich! hier mußt du mit härteren federraten experimentieren. in federraten ist leider das wort "raten" drinn.

wie zippo schon sagte. alles neu, alles perfekt, dann auf standart einstellen und in eine richtung losexperimentieren mit den einstellungen. das thema fahrwerk ist aufwändiger als man denkt, aber das wichtigste.

da haben es die minikinners einfacher. der honda16v umbau ist tatsächlich 10kg leichter als der olle moppedgusskrüppel.

gereon
05.06.2009, 19:02
[quote=AbarthManiac]

Hmm, irgendwie kann ich das dort geschriebene nicht so ganz nachvollziehen. Die Auswirkungen auf das Fahrverhalten von Vorspur und Nachspur hab ich anderer Stelle genau andersherum gelesen und selber auch andersherum erfahren. Oder liegt es daran, dass wir Fronttriebler haben und die Angaben sich auf Hecktriebler beziehen?.....


Es gibt sicherlich ein Paar Unterschiede zwischen Heckantrieb und Frontantrieb.
Ich würde allerdings auch erst mal mit dem Standard anfangen, also Vorspur vorne mal auf 0 setzen und hinten minimale Vorspur also etwa 2mm (Felgenkante-Felgenkante).
Wenn du vorne keine Sturzschrauben drin hast, also ca.0°grad Sturz hast, würd ich eher vorsichtig mit den Spurwerten umgehen. Bei Sturzschrauben kommt noch der negative Sturz dazu, den du mit einer angepassten Spur kompensieren kannst, sonst wirst du einen sehr einseitigen Reifenverschleiss haben. Nach meiner Erfahrung macht Nachspur vorne das Auto wesentlich unruhiger vom Geradeauslauf, dafür etwa kurvenwilliger. Beim Nachlauf vorne kann man sagen, daß viel auch viel hilft, allerdings macht das die Lenkung auch schwergängiger. Hinten würde ich immer mit leichter Vorspur arbeiten, mit Nachspur kann das Auto in Kurven sehr leicht zickig durch das leichte Einlenken werden, für den Slalom kann das aber gewollt sein.
Mit einem Infrarot-Temperaturmessgerät kannst du ja mal die Temperatur der Laufflächen messen, die sollte einigermassen gleichmäßig bei scharfer Fahrweise und korrektem Luftdruck sein, damit kann man schon einiges sehen, wenn man an Spur und Sturz rumspielt.
Idealerweise solltest du aber mal schauen, wie die Radlasten den überhaupt aussehen, also mal mit Fahrer die 4 Radlasten aufnehmen, einige Motorsportorientierte Werkstätten haben eine Radlastwaage. Wenn da an den beiden Achsen sehr große Unterschiede zu sehen sind, sollte man mal über ein Gewindefahrwerk nachdenken oder über andere Massnahmen, um die Gewichtsverteilung zu optimieren.

Planchi
05.06.2009, 21:37
Hi Gereon,

wenn du von 2mm Vorspur an der Hinterachste sprichst (Felgenkante zu Felgenkante) meinst du dann Gesamtspur oder pro Seite? Die Angaben im WHB beziehen sich doch auf dei Gesamtspur oder?

Ich fahre ja das Angsten-Fahrwerk. Von daher könnte ich tatsächlich mal die Radlasten ermitteln und einstellen. Wer könnte den Radlastwaagen hier im Köln/Bonner Raum haben und möglichst nicht zu einem kleinen Vermögen?

Noch zum Nachlauf: Der ist wie schon geschrieben bei meinem Planchi noch nicht eingestellt, steht aber zumindest schomal auf Maximum, d.h. es sind keine Unterlegscheiben am Stabi vorhanden. Nur ob er links und rechts gleich ist weiß ich leider nicht. Den Lenkwiderstand finde ich trotz 30% verkürzter Lenkung nicht übermäßig kraftaufwändig.

gereon
05.06.2009, 22:54
Hi Gereon,

wenn du von 2mm Vorspur an der Hinterachste sprichst (Felgenkante zu Felgenkante) meinst du dann Gesamtspur oder pro Seite? Die Angaben im WHB beziehen sich doch auf dei Gesamtspur oder?



ja immer Gesamtspur

Planchi
07.06.2009, 19:22
Bin eben mal bei Nässe gefahren und da merkt man das Untersteuern noch viel deutlicher, grausam!

@ Marcus
Kannst du mir evtl. zum Forumtreffen Tefloneinsätze für die vorderen Querlenker mitbringen? Oder evtl. sogar vorher zuschicken?

Fiat127
07.06.2009, 19:36
Ja.

Mitte
08.06.2009, 15:20
Tach Leute,
ich war vor dem Monzatripp noch bei der Achsvermessung. Bis auf die 1° Sturz habe ich alles auf Serienwerte einstellen lassen.

Auf dem Grand Prix Kurs haben wir es rrrrrrrrichig Krachen lassen und das Fahrwerk war perfekt in allen Lebenslagen. Ich konnte problemlos alles fahrerische ausprobieren und mir ist niemand weggefahren, ganz im Gegenteil. Wir haben es leider etwas übertrieben, so dass wir am nächsten Tag fast gesperrt worden wären. Naja ich hatte irre Spaß! Ach übrigens war meine erste Navimessung falsch! Vmax liegt laut Garmin bei genau 188km/h bei gerader Strecke und ohne Windschatten. Tacho zeigt ca 185 an, ich denke, dass ist ok.

Oliver

Don Panoz
08.06.2009, 16:35
Ja und sonst?

Planchi
24.05.2010, 17:40
Hole mal wieder den alten Thread raus, weil ich jetzt mein Angsten-Fahrwerk überholen lassen habe.

Habe mein Auto mit den hilfreichen Tipps versucht komplett selber einzustellen. Einzig aus dem Nachlauf werde ich immer noch nicht schlau. Lt. Formel errechnet der sich wie folgt:

Sturzänderung bei Linkseinschlag 20 Grad
-------------------------------------------------------------------------------------------- X 1,462
Sturzänderung bei Rechtseinschlag 20 Grad

Habe mir eine Vorrichtung gebaut um die 20 Grad Lenkeinschlag in beiden Richtungen messen zu können und bin so vorgegangen:
Sturz bei geradeaus gemessen, ca. -0,6 Grad. Lenkrad links eingeschlagen. Sturzänderung am linken und rechten Rad jeweils gemessen. Lenkrad rechts eingeschlagen. Sturzänderung am linken und rechten Rad jeweils gemessen.

Ermittelte Werte in obige Formel eingesetzt ergibt, dass ich irgendwas um minus 1 Grad Nachlauf habe. Die genauen Werte habe ich gerade nicht zur Hand, sind in der Garage.

Das kann doch eigentlich gar nicht sein, denn der Nachlauf ist doch immer positiv, wenn die Federbeine oben am Domlager weiter nach hinten geneigt sind als unten am Achsschenkel. Das ist bei mir auf jeden Fall gegeben. Irgendetwas mache ich falsch, nur was? Habt ihr eine Idee?

Das Fahrverhalten ist jetzt insgesamt schon deutlich besser geworden. Habe die originalen 4mm Spurplatten vorne mal weggelassen, um mit den breiteren Felgen (CD 30) wieder mehr in Richtung eines negativen Lenkrollradius zu kommen. Das Auto zieht jetzt beim Beschleunigen deutlich weniger hin und her.

Sonstige Spurwerte jetzt:
Vorne
2 mm Nachspur
-0,6 Grad Sturz

Hinten:
2mm Vorspur
-1 Grad Sturz

Unter Last schiebt er jetzt nicht mehr ganz so stark über die Vorderräder. Geht man vom Gas kommt er jetzt mit dem Arsch, was ganz witzig ist solange die Kurven nicht zu schnell sind. Bei schnellen Kurven möchte ich mir das lieber nicht vorstellen...

Das Fahrverhalten ist also vorsichtig gesagt etwas indifferent und gefühlt kommt es mir so vor, als wenn ich die Kurven nicht wirklich schnell durchfahren würde. Ich vermute allerdings, dass daran den größten Anteil die nicht mehr frischen Reifen haben. Bisher war es bei mir immer so, dass die mit mehr als 3 Jahren auf dem Buckel deutlich abbauen.

Habt ihr Vorschläge in welche Richtung ich jetzt einstellen könnte, um a) weniger starkes Untersteuern bei Last und b) weniger starkes Übersteuern ohne Last zu erreichen? Wahrscheinlich müsste ich hinten etwas mehr Vorspur geben, was sicherlich weniger Übersteuern bringt. Aber dann wird er vorne wieder mehr Untersteuern. Wie krieg ich mehr Grip an die Vorderachse?

rthrued
25.05.2010, 06:17
Das linke Rad 20° nach links einschlagen und Sturz messen, das rechte Rad 20° nach rechts einschlagen und Sturz messen, dann umgekehrt einschlagen und Sturz messen und diese Differenz x1,5 ergibt den Nachlauf.

Stell die Spur v. auch auf Vorspur und lass vielleicht mal richtig messen.

AbarthManiac
25.05.2010, 06:20
Grip an der VA brauche ich auch. In Ransel schob er dermassen nach aussen, das ich kräftig gebremst habe, da mir sonst nur Bordsteinkante oder Leitplanke als Alternative gedroht hätte. Aber ++ : Keine Lastwechselreaktion, das Heck blieb stabil, Die derzeitige Einstellung orientiert sich an den Werksvorgaben, Sturz an VA aber noch ungleich.

Misst man den Nachlauf nicht in mm ?

Planchi
25.05.2010, 11:15
Hallo Rainer,

vielleicht stelle ich mich etwas dumm an. Wie ich messe weiß ich, aber wie ich die Werte jetzt genau in die Formel einsetze um den Nachlauf links und rechts getrennt zu errechnen ist mir einfach nicht klar.

Wäre nett wenn du mir anhand der gemessenen Sturzwerte helfen könntest:

Vorne links:
Sturz bei 20 Grad Linkseinschlag: +1,3 Grad
Sturz bei 20 Grad Rechtseinschlag: -0,7 Grad

Vorne rechts:
Sturz bei 20 Grad Linkseinschlag: -0,3 Grad
Sturz bei 20 Grad Rechtseinschlag: +1,1 Grad

Ist das so richtig?
Links:
+1,3+(-0,7) = 0,6 x 1,462 = 0,8772 Grad

Rechts:
-0,3+(+1,1) = 0,8 x 1,462 = 1,1692 Grad

Oder muss ich die absolute Sturzänderung nehmen, der ja z.B. vorne links von +1,3 Grad bei Linkseinschlag auf -0,7 Grad bei Rechtseinschlag kippt, was eine absolute Änderung von insgesamt 2 Grad bedeutet??? Eigentlich würde ich nur so in die Nähe der Sollwerte (unbelastet 1 Grad 40 Min., belastet 3 Grad) kommen, denn mit dem Ergebnis von oben (0,87 Grad) bin ich da ja weit entfernt und hätte viel zu wenig Nachlauf. Scheiben sind derzeit keine auf dem Stabi drauf, sodass ich durch rausnehmen auch nicht mehr Nachlauf erzeugen könnte.

Was ich schon beim Fahren gemerkt habe ist, dass das Lenkrad bei Rechtseinschlag etwas schlechter zurückkommt wie bei Linkseinschlag.

Bitte um Hilfe, denn ich möchte das ganze auch verstehen. Was nützt mir, wenn ich einen mittelmäßig motivierten Reifenfuzzi alles einstellen lasse und nachher fährts dann noch nicht so wie ich mir es wünschen würde. Daher probiere ich lieber etwas rum und lasse zum Schluss noch eine Abschlussmessung machen.

Vielen Dank schonmal im voraus!



Misst man den Nachlauf nicht in mm ?

Messen kann man natürlich beides, in mm oder Grad und dann entsprechend umrechnen (Formel siehe weiter oben) oder für 13 Zoll gilt:
1 Grad = 5,76mm

Viele Grüße
Lars

Mitte
25.05.2010, 12:40
Bei unter 1 Grad Nachlauf wundert es mich nicht, dass er schlecht geradeaus fährt.

rthrued
26.05.2010, 05:59
Sturzunterschied links 2° x 1,5 gibt 3°
Sturzunterschied rechts 1,4° x 1,5 gibt 2,1°

nach meiner mir bekannten Messmethode

Geht noch etwas mehr Sturz vorne?

Planchi
26.05.2010, 10:26
o.k. 2,1 und 3 Grad Nachlauf sind schon deutlich realistischer wenn man die absolute Änderung des Sturzes insgesamt nimmt. Da momentan keine U-Scheiben am Stabi sind und ich aber sehr gerne mit der rechten Achshälfte auch auf 3 Grad kommen möchte müsste ich doch rechts etwas vom Stabi wegnehmen, damit das Rad weiter nach vorne kommt. Ist doch richtig, oder? Hast du einen Tipp, wieviel ich das ungefähr in mm wegnehmen muss?

Zu deiner Frage:
ja, ich kann vorne noch mehr Sturz geben, wenn ich die Serien-Spurplatten wieder einbaue. Ohne die Spurplatten bin ich jetzt schon ziemlich nah mit dem Reifen am unteren Federteller. Ich hatte die Platten zu gunsten eines eher der Serie entsprechenden Lenkrollradius rausgenommen.

Also Distanzscheiben wieder drauf und was meinst du wieviel negativen Sturz und wieviel Vorspur ich vorne vertragen kann?

rthrued
27.05.2010, 06:36
Ich fahre an meinem ca 3,5° Sturz bei rund 20´ Vorspur

Für die Strasse würde ich so ca 2° Sturz und 5-10´Vorspur ausprobieren.

Eine Unterlegscheibendicke hat beim Nachlauf ca 15´ Minuten ausgemacht, die Scheiben sind rund 1,5mm dick, wenn ich das richtig in erinnerung habe. Der NAchlaufunterschied ist mE. nach aber nicht so tragisch, da würde ich mir keine so grosse Mühen machen, das durch Kürzen des Stabis zu ändern.

Um das Untersteuern in den Griff zu bekommen, würde ich die Funkion des Stabis stilllegen, den Stabi selber kann man ja nicht so einfach weglassen.

Sebastian
27.05.2010, 09:02
hi, ich habe bei meinem a112 den sturz vorne auf 2° und hinten auf 1,5° stehen. spur und nachlauf sind nach datenblatt eingestellt. die reifen nutzen bei meiner fahrweise überraschend gleichmäßig über die fläche ab. fahrverhalten mit den originalen 70ps und yokohama a048 ist absolut genial. habe es letzten sommer geschafft auf nem autobahnkreuz schnell genug zu fahren um das öl im ventildeckel anzustauen und in die motorentlüftung zu pressen. am kurvenausgang fing dann bei 100 im dritten gang das rechte vorderrad an schlupf zu bekommen. also was will man mehr.
du hast natürlich den nachteil, dass deine motorleistung derart hoch ist, dass du in kurven immer mit bedacht gas geben musst. je weniger man bremst und beschleunigt, desto schneller ist man in der kurve, weil ein reifen am liebsten nur kräfte in eine richtung übertägt.

hast du hinten federwegsbegrenzer, oder passt es so bei dir? seit ich mein auto hinten verbreitert habe und es nicht mehr schleift, also die federwegsbegrenzer raus sind fährt es deutlich besser, finde ich. das aufsetzen auf den begrenzer ist immer ein schlag.
mfg sebastian

Planchi
27.05.2010, 14:44
@ Rainer

Vielen Dank! Werde ich mal so ausprobieren. Evt. mache ich mir doch noch die Arbeit mit dem Stabi, mal sehen.

@ Sebastian

Du lebst ja auch noch :D
Mit den A048 habe ich auch schon geliebäugelt. Sind allerdings ganz schön teuer. 140.- Euro pro Reifen wollte ich dann doch nicht ausgeben.
Wie ist denn das Fahrverhalten mit den Semislicks, wenn man ganz normal fährt, d.h. wenn sie quasi kalt sind? Und wie ist es bei Nässe?

Du hast geschrieben "spur und nachlauf sind nach datenblatt eingestellt". Könntest du bitte mal nachschauen, was das genau heißt. Nach meinem Werkstattbuch sind die Toleranzen riesig. Da heißt es für die Spur z.B. vorne 0+/- 2 mm, was denke ich einen großen Unterschied macht, ob ich jetzt 2 mm Vor- oder Nachspur fahre. Auch beim Nachlauf variiert das von 1 bis 3 Grad je nach Beladungszustand.

Ich habe mir hinten auf die Upside-Down-Bilstein- bzw. Angstendämpfer innen im Dämpfergehäuse auf die (dünne) Kolbenstange 2 ZK-Ventilfedern übereinander eingebaut. Dadurch kommt die Begrenzung langsam und progressiv. Tut sehr gut seinen Zweck und man merkt es praktisch beim Fahren nicht.

Grüße
Lars

Sebastian
27.05.2010, 23:48
ja leben tu ich noch, aber aus kostengründen muss mein a112 pausieren. neue reifen sind fällig und wie du richtig bemerkt hast sind die teuer. zudem würde ich nur welche fahren, die ich zuerst mindestens 1 jahr abgelagert habe, sonst sind sie wirklich zu schnell runter. warm hatte ich die reifen nie, bin immer mit 2 bar druck gefahren, da sind sie nie warm mit geworden, was aber für den verschleiss auch besser ist. zudem profitiert man von der weichen gummimischung, das reicht für den alltag aus. im nassen haben sie erstaunlich gut funktioniert, habe mich wirklich gewundert, aber selbst bei starkem regen bin ich zurecht gekommen. hatte vorher das billigste vom billigen drauf und das war bei regen unfahrbar, deswegen war das für mich ne riesen steigerung. mit aquaplaning eigentlich keine probleme gehabt, bin bei normalem regen auch immer noch 120 gefahren und alles war ok.
einstellwerte habe ich damals aus der datenbank beim reifenhändler gehabt, das vermessungsprotokoll werde ich wahrscheinlich nicht mehr finden, ist also im moment schwer nachzuvollziehen. allerdings habe ich in der vergangenheit schon gemerkt dass ein bisschen vorspur immer gut ist.

@ all: die formel zur berechnung des nachlaufs, ist die allgemein gültig, oder ist das nur beim a112 so? müsste ich also für jeden fahrzeugtyp eine andere konstante, hier 1,5, haben?

mfg sebastian

Planchi
28.05.2010, 09:21
Hi Sebastian,

die Formel ist so allgemein gültig. Der Faktor ist nicht fahrzeugspezifisch und hängt damit zusammen, dass man bei der Sturzmessung nicht 90 Grad die Räder einschlagen kann. Man hat dann quasi 20 Grad als praktikablen Standard definiert und die (aufgerundet) 1,5 dienen der Hochrechnung.

Hast du schonmal über den Bezug der A048 aus England nachgedacht? Habe da über ebay.be bzw. ebay.co.uk interessante Auktionen gefunden, wo die Reifen deutlich weniger kosten. Die Tage war ein kompletter Satz für ca. 220 Pfund, also 260 Euro zu haben. 65.- Euro pro Stück entspricht dem Preis für ganz stink normale Straßenreifen wie den mehr oder weniger schlechten Conti Sportcontact. Das war allerdings ein Einzelfall. Meist kosten 4 Stück so um die 300 Pfund.
Müsste man nur schauen, wie man das mit dem Versand organisiert. Aber der dürfte für 2 Pakte mit je 2 Reifen auch nicht die Welt kosten.

Viele Grüße
Lars

Mitte
28.05.2010, 12:32
Versandkosten aus England sind generell happig! Aufpassen!
Das Pfund steht auch nicht mehr ganz so günstig, deshalb schnell ordern, aber oft wird die MWST nicht direkt im Preis angegeben. Die kommt dann auch noch auf den Versand- so sind sie die Insela........

Sebastian
28.05.2010, 12:56
hi, der tip mit england ist nicht schlecht. wusste ich nicht. aber dieses jahr wird es bei mir nichts, hab das auto auch vorübergehend abgemeldet. vielleicht mach ich im sommer mal ne probefahrt mit roter händlernummer. ansonsten steht der kleine auch ganz gut. fahre im moment mit meiner giulia, das bringt auch freude und ist nicht ganz günstig.
mfg sebastian

Planchi
28.05.2010, 13:05
Da fällt mir gerade nochwas ein:
In welcher Mischung bist den denn die A048 gefahren? Vermutlich S wenn deine so weich waren?
Und wie viele km haben sie gehalten?

gereon
28.05.2010, 19:15
Sonstige Spurwerte jetzt:
Vorne
2 mm Nachspur
-0,6 Grad Sturz

Hinten:
2mm Vorspur
-1 Grad Sturz

Unter Last schiebt er jetzt nicht mehr ganz so stark über die Vorderräder. Geht man vom Gas kommt er jetzt mit dem Arsch, was ganz witzig ist solange die Kurven nicht zu schnell sind. Bei schnellen Kurven möchte ich mir das lieber nicht vorstellen...


Ich würde in die Richtung wie Rued schon sagte gehen, also vorne mehr Sturz und minimale Vorspur, um einen besseren weniger nervösen Geradeauslauf hinzubekommen. Mehr Grip beim Einlenken bekommst du mit mehr Nachlauf 4° ist bei Mittelmotorautos z.B. ein guter Wert. Musst halt das Einstellen was ohne Scheiben max. drin ist.
Da ein Auto ja eigentlich hinten lenkt, solltest du hinten mehr Vorspur fahren um das Heck zu stabilisieren, du kannst dann auch mehr Sturz fahren, da mehr Vorspur in Kombination mit mehr Sturz den erhöhten einseitigen Reifenverschleiss kompensiert

Sebastian
30.05.2010, 20:10
hi, war mischung m. gehalten haben die neuen damals auf der vorderachse eine saison, also vielleicht 8tkm. dann habe ich im folgejahr die verschlissenen nach hinten und die hinteren gleichalten, aber wie bneu wirkenden nach vorne und bin ähnlich weit gefahren, die sind noch nicht ganz runter. sollte also vielleicht sogar 2 jahre gut gehen.
mfg sebastian

Planchi
16.06.2010, 21:08
wollte nur mal kurz berichten:

Habe jetzt vorne 2 Grad Negativsturz sowie ca. 1 mm Vorspur eingestellt und fahre wieder mit den originalen 5mm Spurplatten, sodass ich bei ca. ET 2 bin. Einlenkverhalten ist super und die Untersteuerneigung im weiteren Kurvenverlauf ist geringer geworden. Man muss sich aber bewusst sein, dass Gaswegnehmen einen (kontrollierbaren) Ausfallschritt zur Folge hat. Der Geradeauslauf beim Beschleunigen ist wieder etwas schlechter geworden, ist aber noch akzeptabel.

Nochmals Danke für die Tipps hier, ich werde weiter testen und berichten. Als nächstes stehen Fahrwerksverstrebungen auf dem Plan...

gereon
17.06.2010, 20:09
wegen des Ausfallschrittes: Bist du sicher, daß die vorderen Querlenker noch OK sind? Gerade der rechte neigt dazu wegen Ölverlusten des Klappermotors weich zu werden, also die innere Gummilagerung. Obwohl, ich weiss ja nicht, wo Suzukianchi Motoren so Öl verlieren :-)

Mitte
18.06.2010, 06:16
@ Gereon
"Obwohl, ich weiss ja nicht, wo Suzukianchi Motoren so Öl verlieren :-) "

nur an den Teilen , die vom Bianchi sind! ;o)

Planchi
28.11.2010, 22:46
Ups, hatte gar nicht mitbekommen, dass sich nach meinem letzten Post noch etwas getan hatte.

@ Gereon
Die Querlenker hatte ich neu gemacht, wobei die alten Gummis eigentlich schön ausgehärtet waren. Die neuen sind deutlich weicher. Der Motor ist bei mir übrigens inklusive der Teile vom Planchi furztrocken.

Insgesamt bin ich mit dem Fahrverhalten recht zufrieden. Wobei mir das Experimentieren Spaß macht und ich gerne ausprobieren würde, ob nicht doch noch mehr Grip an die Vorderachse zu bekommen ist. Hinten ist überhaupt gar kein Thema. Da ginge über z.B. mehr Sturz sicherlich noch recht locker mehr.

Ich werde als nächstes mal versuchen mehr Nachlauf zu fahren und dabei gleichzeitig den Stabi in Teflon zu lagern. Wie der Zufall es will müssten die folgenden Teile vom Polo 86C mit nur geringfügigen Änderungen passen (habe ich eh noch zuhause von meinem G40 rumliegen):

http://www.g-laderseite.de/eshop/images/dgs-033.jpg

Hier der Link zur Beschreibungsseite:
http://www.g-laderseite.de/eshop/product_info.php?products_id=58

Hierbei wird der Stabi ca. 1,5 cm nach vorne versetzt, was etwas zu viel des Guten sein könnte. Aber das kann man ja über Unterlegscheiben wieder einstellen.

Zusätzlich bzw. alternativ probiere ich mal 10er Spurplatten für vorne und evtl., da ich sowieso neue Reifen brauche, noch die Semislicks A048 von Yokohama.

Ich werde berichten, wie sich das fährt.....leider erst nächstes Frühjahr.

Fiat127
28.11.2010, 22:54
Diese Stelleringe habe ich mir nach meinen Wünschen schon von einem Zerspaner meiner Wahl anfertigen lassen, Lars. Brauchst Du die Telefonnummer?
Man merkt sie m.E. recht deutlich.

Spurplatten machen auf der VA den Wagen eher unruhig. Schau Dir die Porsches an: et60 ist da normal (beim Ritmo Abarth ja auch ;) )

Der Sinn, den Stabi nach vorne zu versetzen erschließt sich mir nicht. Hat Stole (?) nicht die Stabiböcke in Alu mit Teflonbuchse angeboten? Die ausschließliche Verwendung von Kunststoff sehe ich an dieser Stelle kritisch. Hat der/Dein Polo nicht schon Dreieckslenker und diese Böcke müssen nur den Stabi halten? Bei uns fungiert der Stabi noch als Zugstrebe. Aber weit käme der Stabi ja nicht, wenns bröselt.

Planchi
28.11.2010, 23:28
Vielen Dank, aber Stellringe benötige ich nicht, da ich das ganze Set noch komplett von meinem G40 (vor dem Umbau auf Dreieckslenker) hier habe.
Original hat der Polo 86c die identische Vorderachskonstruktion wie unsere alten Italiener. Da hat VW schön abgekupfert...

Bin die Lager ca. 2 Jahre ohne Probleme gefahren und im Glader-Forum haben die ganz viele verbaut. Seit mehreren Jahren ohne mir bekannte Probs.

Zum Sinn des größeren Nachlaufs:
Wenn man diversen Veröffentichungen Glauben schenken darf (u.a. dem Buch von Wolfgang Weber "Fahrdynamik in Perfektion") erhält man durch größeren Nachlauf höhere Sturzwerte des kurvenäußeren Rades. Dadurch stützt sich der Reifen besser ab und das Gripniveau wird erhöht. Das erkauft man sich durch ein schlechteres Einlenkverhalten, was aber bei meinem Auto sowieso zu genüge vorhanden ist. Das schlechtere Einlenkverhalten bedeutet aber auch einen weniger nervösen Geradeauslauf. Auch erhöhen sich die Lenkrückstellkräfte, was wiederum den Geradeauslauf verbessert, aber auch die Lenkräfte erhöht. Man kann nicht alles haben...

Die Grenze eines großen Nachlaufs ist auf jeden Fall dann gegeben, wenn die Rückstellkräfte so groß werden, dass die Räder in eine Resonanz kommen und das Lenkrad zu flattern beginnt.

Von der ausschließlich breiteren Spur vorne (im Verhältnis zur hinteren) erhoffe ich mir ebenfalls mehr Grip vorne.

Ist vielleicht alles etwas pauschal bzw. theoretisch und es gibt jede Menge Wechselwirkungen. Aber wie heißt es so schön "probieren geht über studieren".

Planchi
06.12.2010, 11:25
Zusätzlich zu den Teflon-Stabilagern möchte ich die Vorderachse weiter optimieren und vor allem stabilisieren, hier schwebt mir etwas ähnliches wie folgt vor

http://img199.imageshack.us/img199/9948/dsc00271uf.jpg

Eine gute Basis bieten da schon die vorhandenen Zugstreben, die man vorne und hinten zu einem Verstärkungsrahmen ausbauen könnte. Für oben wird dann noch eine Domstrebe ergänzt. Bei meinem G40 hat dies ein deutlich verbessertes Fahrverhalten zur Folge gehabt, da sich die Anlenkpunkte nicht mehr so verziehen.
In der Lösung sind dann auch gleich die neuen Stabilager integriert.

Was haltet ihr davon? Noch Anregungen oder Kritik?

Grüße
Lars

Planchi
18.12.2010, 20:49
Keiner ne Meinung dazu oder denkt ihr, dass der A112-Vorderbau so stabil ist, dass der keine Verstärkung benötigt?
Und was sagt ihr zu den Stabilagern?

Dreieckslenker mit Unibal wäre natürlich toll, aber dafür dürfte es wohl keinen TÜV geben.

Fiat127
18.12.2010, 20:55
Du hast noch keine Domstrebe im Auto? Dann wirds Zeit.

Habt Ihr bei dem Mörderaufwand im Motorraum nicht die Aufnahmen der QL am Wagenboden verstärkt? Die Stellringe habe ich seit diesem Jahr drin. Das Auto wird bei schnellen Lenkbewegungen agiler, meine ich.

Planchi
18.12.2010, 21:00
Nee, die Querlenkeraufnahmen haben wir tatsächlich nicht verstärkt. Mir ist letztens auch aufgefallen, dass die ziemlich dünn sind. Durch den Rahmen verteilt sich die Kraft aber auch sehr gut auf alle Punkte und das ganze stärkt sich gegenseitig.

Domstrebe ist in Arbeit ;)

Fiat127
18.12.2010, 21:10
Mach die Strebe einstellbar. Die Verstellung kann ein gemeinsamer Bekannter machen. Ich nehme dann auch noch zwei für Zugstreben von ihm ab.

Planchi
15.01.2011, 22:21
So, einstellbare Domstrebe ist organisiert (Danke Olli!), aber noch nicht eingebaut. Möchte sie erst noch abschleifen und neu lackieren.
Ich habe mir aber zu Weihnachten je Seite 15mm Aluspurverbreiterungen gegönnt und heute bei dem trockenen Wetter eine Proberunde gedreht. Erstmal hätte ich nicht gedacht, dass ohne Verbreiterungen mit den CD30, 175/50 und den Spurplatten (immerhin hat die Felge dann theoretisch ET minus 8) nichts schleift. 2 Grad Negativsturz sei dank ;). Das Fahrverhalten müsste ich noch mehr austesten. Nach der ersten Runde habe ich aber den Eindruck, dass nun mehr Grip in Kurven auf der Vorderachse vorhanden und das Untersteuern quasi weg ist. Ich kann jetzt wahrscheinlich auf der Hinterachse sogar wieder mehr Sturz geben und es dürfte alles in allem flotter um die Kurve gehen. Trotz des deutlich schlechter gewordenen Lenkrollradius konnte ich nicht feststellen, dass der Planchi beim Beschleunigen stärker hin und her zieht.

Ich finde es sieht auch nicht zu breit aus.

Aber was meint ihr, ist die Radabdeckung noch ausreichend um die Platten eingetragen zu bekommen?

http://i268.photobucket.com/albums/jj34/Planchi/DSC_1697.jpg

http://i268.photobucket.com/albums/jj34/Planchi/DSC_1699.jpg

http://i268.photobucket.com/albums/jj34/Planchi/DSC_1700.jpg

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http://i268.photobucket.com/albums/jj34/Planchi/DSC_1701.jpg

http://i268.photobucket.com/albums/jj34/Planchi/DSC_1702.jpg

Grüße
Lars

Mitte
16.01.2011, 07:57
Das sollte doch klappen! Da habe ich schon deutlich schlimmeres gesehen. Wenn man von oben auf den Reifen guckt sollten von der Mitte des Reifens gesehen je 200 mm vom Profil abgedeckt sein, hab ich noch so im Kopf. Aber Du hast völlig recht, der A112 strapaziert die Fahrwerkstheorien ganz schön! Bei meiner Achseinstellung dürfte er theoretisch auch kaum laufen und siehe da, in Monza ging es manchmal sogar aussenrum vorbei. ;o)

Oliver